Running Rome

Laufen macht bei 35° im Schatten nicht mehr wirklich Spaß. Deshalb habe ich meinen inneren Schweinehund und meine morgendliche Lethargie überwunden, und bin um 06:30 Uhr morgens vor der großen Hitze laufen gegangen. Es war: a.) eine ganz neue Erfahrung, b.) die ultimative Möglichkeit meine Kohlenyhdratspeicher zu leeren und c.) eine Möglichkeit gleich beim Bäcker meines Vertrauens vorbeizuschauen.


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Vielleicht ist es auch die Gelegenheit, endlich mal einen Artikel für mein Blog zu schreiben oder ein wenig mit meiner neuen Sportlichkeit anzugeben.

Nein, diesmal nicht

Freunde des Ausdauersports,

trotz großspuriger Ankündigungen war ich diesmal nicht dabei. Ich habe nicht am SV-Lauf im Rahmen des Stuttgarter Zeitung-Lauf teilgenommen. Zwar laufe ich derzeit wieder mehr oder weniger regelmäßig und bin sogar in die 7km-Guppe meiner Laufkollegen aufgestiegen. Vor ca. 2 1/2 Wochen habe ich mit einem Bekannten von mir den Ernstfall geprobt und bin ungefähr 10 km an Neckar entlang gelaufen.


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Flaches Terrain, die Temperaturen nicht zu warm und nicht zu kalt: eigentlich optimale Bedingungen für einen Vorbereitungslauf. Zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, dass ich 1 1/2 Wochen vorher nicht gelaufen bin und das hat sich bitterlich gerächt. Knapp nach der Hälfte der Strecke meldete sich mein rechtes Fußgelenk mit einem stechenden Schmerz. Nicht aufgebenwollend hechelte ich meinem Laufkollegen hinterher, so lange, bis aus dem Schmerz ein ziemlich unangenehm-taubes Gefühl wurde, das bis in den Ballen ausstrahlte. Glücklicherweise war es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt unseres Laufs. So humpelte ich dem Biergarten entgegen und spendierte dort den um sein Laufvergnügen gebrachten Kollegen frustriert ein Radler.

Nicht nur das Fußgelenk war aber das Problem. Ich war auch körperlich total am Ende und das, obwohl wir nicht wirklich schnell unterwegs waren. Nachdem ich dann noch eine Woche mit den Nachwirkungen zu kämpfen hatte beschloss ich: diesmal findet der Stuttgart-Zeitung Lauf ohne mich statt!

Das einzig Positive an der Sache ist, dass ich seitdem wieder regelmäßig trainiere und mittlerweile wieder recht locker durch den Wald trabe. Bis nächstes Jahr dann also. Ich schwöre, keine so lange Laufpausen mehr zu machen.

Bei der Gelegenheit fällt mir der Spruch auf dem T-Shirt eines Läuferkollegen ein: Life runs. Run faster!

Sportin’ Life

Freunde des gepflegten Abhängens,

nachdem ich das Wochenende mit Urban Sports verbracht habe, steht mein Entschluss fest: ich werde dieses Jahr wieder am Stuttgarter Zeitung-Lauf teilnehmen! Nachdem ich letztes Jahr mit dem Laufen angefangen habe -und zunächst ziemlich aussichtslos meinen Mitläufer hinterher gehechelt bin- fühle ich mich dieses Jahr bereit für die 10 km.

Leider habe ich im Winter eine dreimonatige Laufpause eingelegt, seit Anfang April laufe ich aber wieder durch den Feuerbacher Stadtwald. Meine erste Teilnahme am Lauftreff Anfang April war allerdings ein ziemlicher Flop. Ich hätte nämlich völlig vergessen, dass an jeden ersten Samstag im Monat eine Stunde gelaufen wird (sonst sind es nur ca. 50 Minuten). Die zusätzlichen 10 Minuten ließen mich meine Laufpause und meine Lethargie der vorherigen Monate verfluchen und, trotz recht kühler Witterung, hätte ich fast das Ziel nicht erreicht. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass es an dem Tag in Strömen geregnet hat.

Aber durch das schöne Wetter der letzten Wochen habe ich wieder Form aufgebaut und so werde ich als nächstes Dieter Baumann anmailen und ihn fragen, wo man denn diese leistungssteigernde Zahnpasta bekommt. Ah, und dann brauch ich natürlich dringend einen GPS Datenlogger, um allen die es nicht interessiert sagen zu können, wie weit ich nun tatsächlich gelaufen bin. Technology meets sports.

In diesem Sinne

anima sana in corpore sano (kurz: ASICS, wir Läufer verstehen und uns…)

Die Hitzeschlacht im Neckartal

Hurra, ich habe es geschafft. Nachdem ich vor ziemlich genau 10 Wochen (ich muss es einfach immer wieder erwähnen) angefangen habe zu Laufen, habe ich als Krönung des ganzen auch den Stuttgarter Zeitung-Lauf, auf den hin wir ja trainierte haben, am Sonntag gut überstanden. Und das bei fast subtropischen Temperaturen. Hier nund die Chronolgie der Ereignisse:

Nach einer wirklich guten Nacht und einem leichten Frühstück, machte ich mich um kurz nach halb zehn auf den Weg in Richtung Hans-Martin-Schleyerhalle. Meine Freundin hatte mir eine Verbindung mit der Stadt- und anschließend mit der S-Bahn herausgesucht und so war ich pünktlich um 20 Minuten nach 10 Uhr an der Kleideraufbewahrung im P1 gegenüber des Gottlieb-Daimler-Stadions. Alles war super organisiert und ich meines Rucksacks bei der Kleideraufbewahrung schnell entledigt. Problematische war das Auffinden meiner Gruppe. Irgendwie hatte ich im Kopf, dass wir uns um 10:30 Uhr vor dem Infostand vor der Schleyer Halle treffen sollten. Das Problem an der Sache: es gab vor der Halle keinen Infostand. Nach einigen Minuten entdeckte ich aber zwei Mitläuferinnen aus meiner Gruppe die mich dann in die Halle schickten. Dort traf ich dann auch endlich Gudrun und Harald, unsere beiden Betreuer.

Es wurde immer heißer und heißer und ein weiterer Betreuer vom TF Feuerbach sagt uns, der Start würde sich um ca. eine halbe Stunde verzögern. Also drückten wir uns noch ein wenig in der recht stickigen Halle herum und gingen um 20 Minuten vor 12:00 Uhr in den Startbereich. Irgendwie war es nicht mein Tag. In meinem Magen rumorte es und ich fühlte mich einfach nicht fit. Lag es an der Aufregung? Oder doch eher an der Tatsache, dass ich die zwei Wochen vor dem Lauf nicht mit der Gruppe trainieren konnte? Das war jetzt egal, ich wollte den Lauf unbedingt hinter mich bringen. Es war ja schließlich der Abschluss und das Ziel des zehnwöchigen Vorbereitungskurses.

Um kurz nach 12:00 Uhr dann der Start. Ich lief mit Gundrun, unserer Betreuerin, Eva und Dana. Wir vereinbarten, es erst einmal langsam angehen zu lassen. Sollte mir das Tempo später zu langsam werden, dann sollte ich einfach meine eigene Geschwindigkeit laufen und mich von der Gruppe lösen. Es war brüllend heiß und schon nach dem ersten Kilometer überholten wir die ersten langsameren und gehenden Läufer – schlecht für den Rythmus. Die ersten 2 Kilometer ging es in der prallen Sonne über die Mercedes- und die Benzstraße Richtung Untertürkheim. Es gab so gut wie keinen Schatten auf diesem Teil der Strecke. Vereinzelt, ganz links, spendete der Bahndamm etwas Schutz vor der Sonne. Das nutzten aber so viele Läufer aus, dass wir uns nicht auch noch dazu gesellen wollten.

Nach etwas mehr als 2 km dann die scharfe Kehre in die Augsburger Straße und der Weg zurück Richtung Bad Cannstatt. Noch fühlte ich mich gut, das Laufen wurde aber immer schwieriger, da immer mehr meiner Laufleidensgenossen vom Laufen zum Walken übergingen und sich die Straße zusehends in ein Meer aus leeren Plastikbechern und Schwämmen verwandelte. Die Abzweigung nach Luginsland rechts liegen gelassen ging es zur ersten Verpflegungsstelle. Ich konzentrierte mich auf das Laufen, Ausweichen und darauf nun doch wenigstens ein klein wenig Schatten zu erhaschen. Ich hatte mir kein direktes Ziel für die 8 km gesetzt. Alles unter einer Stunde wäre super. Ich wollte nur ankommen, egal wie.

Kurz vor der ersten Verpflegungsstelle sagte dann Gudrun, ich solle alleine weiterlaufen. Eva und Dana ging es in dem Moment nicht so gut und am Straßenrand wurden vom Roten Kreuz die ersten Hitzeopfer behandelt. Bei der Wasserausgabe nahm ich mir einen Becher Wasser. Gar nicht so einfach im Laufen auf einem Becher zu trinken. Ich trank die Hälfte, die andere Hälfte schüttete ich mir über den Kopf und über einen Schwamm den die Organisatoren vorher ausgegeben hatten. So langsam kam ich an meine Grenzen. Es war nicht die Kondition, es war einfach die Hitze die mir mehr und mehr zusetzte.

Dann kam der ersten leichte Anstieg richtung Deckerstraße. In den Moment wünschte ich mir den Wald in dem wir trainiert hatten. Auch bei über 30°C war es dort angenehm kühl und vor allem schattig. Eine Fee solle doch bitte vorbeikommen. Es reicht wenn sie mir nur einen Wunsch erfüllt: Schatten! Glücklicherweise wird besagte Deckerstraße im Cannstatter Teil von Bäumen gesäumt. Endlich der ersehnte Schatten. Leider wurde das Laufen immer schwieriger. Da immer mehr Krankenwagen unterwegs waren, sperrten Helfer auf Höhe des Kilometers 5 die Straße, damit die Sanitäter schneller zu den Hitzeopfern kamen. Alle Läufer wurden auf den Bürgersteig geleitet. Rythmus und Laufen ade. Nun meldete sich auch mein Kreislauf. Ich wusste, würde ich weiterlaufen, so wäre ich auch ein Fall für den Sanka. Außerdem machte sich langsam eine leichte Übelkeit bei mir breit.

Von km 5 bis km 6 schlug ich also ein schnelles Gehtempo ein. Vielleicht hatten sich ja Dana und Eva wieder so weit erholt, dass sie mich einholten. Mit ihnen würde ich dann bis zum Schluss laufen. Es ging durch Bad Cannstatt. Dort saßen die Anwohner und feuerten uns an. Einige reichten Getränke und spritzten die Läufer mit Gartenschläuchen ab. Ich bat einen der Anwohner mich von oben bis unten nass zu spritzen. Das tat er auch mit Vergnügen und merkte mit einer gewissen Freude noch an, nun könne er endlich mal ohne schlechtes Gewissen andere Leute nassmachen. Wenn er gewusst hätte wie gut die kurze Dusche getan hat! Joachim überholte mich kurz vor der zweiten Verpflegungsstelle in der Alten Untertürkheimer Straße. Er fragte ob alles in Ordnung sei und bot mir einen Drink aus seinem Wassergürtel an. Ich nahm einen Schluck und sagte ihm alles sei OK. So gestärkt konnte es nur noch aufwärts gehen.

Dann die zweite Verpflegungsstelle. Zwei Becher Wasser (einer zum Trinken und einer über den Kopf) und den Schwamm noch einmal gründlich nass gemacht. Es standen nun immer mehr Zuschauer an der Strecke die uns anfeuerten. Ganze Musikkapellen gaben ihr bestes um auch noch den letzten Läufer ins Ziel zu blasen. Leider handelte es sich teilweise um sogenannte “Guggenmusik”. Das bedarf für Nichtschwaben sicher näher Erläuterung ist aber im Ergebnis so schrecklich, dass ich kurz nach km 6 wieder in einen leichten Trab verfiel. Kurz zuvor hatte ich eine nette Begegnung mit einem Läufer der in einem komplett weißen Dress lief. Er hatte genau so zu kämpfen wie ich, war aber noch am Laufen und nicht am Gehen. Wir wechselten ein paar Wort (Solidarität unter Hitzegeschädigten) und wünschten uns beide gegenseitig, dass wir gut ins Ziel kommen. Auf Höhe des Mercedes-Benz-Museums (mittlerweile wieder fast in meinem gewohnten Lauftempo) holte ich ihn dann wieder ein.

Wir grinsten uns an, wechselten noch ein paar Worte und liefen getrennt weiter. Nun waren schon alle 100 Meter kleine gelbe Schilder zu sehen, die die verbleibende Distanz bis zum Zieleinlauf zeigten. Noch einen Kilometer noch einmal alles geben. Kurz vor dem Einlauf ins Daimler Stadion standen meine Freundin und mein Vater, der extra aus Kempten angereist war um mich anzufeuern, am Streckenrand. Es hätte keine größere Motivation geben könnten. Ich rannte zu den beiden hin, klatschte sie ab und setzte zum Schlussspurt an. Ab durchs Marathon-Tor (sehr enttäuschend, nur eine kahle Betonröhre die unter den Sitzreihen ins Stadion führt) auf die Tartanbahn und nach einer viertel Runde dann der Zieleinlauf.

Geschafft! Hurra! Die Hitze hatte mich nicht besiegt! Direkt hinterm Zieleinlauf standen ein paar Jungs mit einem Wasserschlauch in der Hand. Auch hier noch einmal eine kurze Dusche, anschließend die Medallie abgeholt und einmal quer über den Rasen getrottet den sonst nur die Kicker des VfB und die jeweils gegnerische Mannschaft betreten dürfen. Langsam ging ich aus dem Stadion und genoß den Augenblick. Als ich endlich aus dem Stadion raus war suchte ich meine Freundin und meinen Vater. Die hatten sich aber offensichtlich schon auf den Weg nach Hause gemacht. Also holte ich meinen Rucksack, gab meinen Chip zur Zeitmessung ab und fuhr ebenfalls nach Hause.

Als ich am nächsten Tag im Internet nach meiner Zeit und meiner Platzierung schaute stelle ich fest, dass meine beiden Mitläuferinnen Dana und Eva nicht in die Wertung gekommen sind. Wahrscheinlich sind sie ausgestiegen. Ich hoffe aber trotzdem, dass es ihnen gut geht und dass beide die Hitzeschlacht gut überstanden haben. Heute um 18:00 Uhr ist wieder Lauftreff, da werde ich es sicher erfahren.

In diesem Sinne: bis zum nächsten Jahr beim Stuttgart Lauf. Dann hoffentlich bei angenehmeren Bedingungen.

Ganz zum Schluss noch ein kleines Bormot: während des Laufs riefen wild fremde Leute die mich anfeuerten meine Namen. Zunächst dachte ich an die Hitze oder an einen Namensvetter vor oder hinter mir. Als ich nach dem Zieleinlauf, bei der Kleideraufbewahrung, meine Startnummer vom Trikot löste, wusste ich auch warum: unter der Startnummer stand mein Vorname. Es war also nicht die Hitze.

Mission Accomplished

Freunde des Hitzeschlags,

gestern war es nun so weit: nach 10 Wochen regelmäßigen Trainings, stand als Abschluss und Höhepunkt nun der SV Lauf, im Rahmen des diesjährigen Stuttgarter Zeitung-Lauf, an. Ich werde in den nächsten Tagen noch einen ausführlichen Bericht über meine Teilnahme schreiben. Da ich mich gerade in der ersten Phase der Tiefenregeneration befinde, will ich es heute nicht so lange und ausführlich wie sonst machen. Hier die wichtigsten Fakten:

  • Temperatur am Start: 33°C
  • Temperatur auf der Strecke: ca. 40°C (gefühlte Temperatur durch die Wärmeabstrahlung des Asphalts)
  • Gemeldete Läufer für den SV-Lauf: 4.355
  • Davon in der Wertung: 3.664
  • Zeit des Gewinners bei den Männern: 00:26:58
  • Gewinnerzeit bei den Frauen: 00:29:44
  • Abgeschleppte Autos an der Strecke: 165

Und jetzt das Wichtigste, meine Zeit und meine Platzierung:

  • meine Zeit: 01:08:39
  • Platz: 2074

Um es kurz zu machen. Hätte mir vor 10 Wochen jemand gesagt, ich würde bei 33 Grad im Schatten durch Untertürkheim laufen, ich hätte ihn sofort für verrückt erklärt. Ich verspüre ein klein wenig Stolz das Training und vor allem den Lauf, durchgehalten zu haben. Wäre es nicht so heiß gewesen, ich wäre sicher unter einer Stunde gelaufen. Aber das ist egal. Ich habe das nach dem olympischen Motto gemacht: “Dabei sein ist alles”.

In diesem Sinne: mission accomplished!

Name and Number!

In zwei Wochen ist es so weit: ich werde am SV-Lauf im Rahmen des Stuttgarter Zeitung-Lauf teilnehmen. Letzte Woche bekam ich Post von den Veranstaltern. Nun weiß ich meine Startnummer. Sie lautet S2844. Alle die mir zujubeln wollen: bitte haltet Ausschau nach dieser Nummer. Getränke, nasse Schwämme und Tipps zur Tiefenregeneration nach meinem Lauf nehme ich gerne entgegen.

Dann noch ein kurzes Update meines derzeitigen Trainingslevels. Ich bin am letzten Dienstag erstmalig 8 km am Stück gelaufen. Und das in knapp einer Stunde! Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell Fortschritte mache. An der Stelle auch noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Betreuer und Trainer des TF Feuerbach. Die kümmern sich wirklich aufopferungsvoll um uns.

Gestern nun gab es nun einen leichten Rückschlag. Wir sollten wieder eine Stunde am Stück laufen. Da ich ja am Dienstag zuvor die 8 km mit Bravour gemeistert hatte, machte ich mir keine all zu große Gedanken. Während des Laufens begannen allerdings mein rechtes Knie und die Bänder über dem rechten Sprunggelenk zu schmerzen. Allerdings nur bei Belastung. Jetzt hoffe ich mal, dass diese Schmerzen einfach nur Nachwirkungen meines dienstäglichen Laufeinsatzes sind. Der Körper muss sich halt erst an die Belastung gewöhnen. Bis zum 22. 06. bin ich aber wieder fit. Ich will ja auch noch New York laufen…

The root of all pain

7,2 abroad

Gestern, beim Freigeben eines Kommentars, fiel mir auf, dass das verlinkte Bild, welches die Strecke des Stuttgartlaufs anzeigt, nicht mehr geladen wird. Nichts tragisches. Kurz nachschauen wo der Webmaster der Site stuttgarter-zeitung-lauf.de sein Bild hingeschoben hatte, Link aktualisieren und schon kann jeder meine Laufstrecke bewundern. Leider war die URL nicht erreichbar. Wartungsarbeiten? Probleme mit dem Server? Da die Veranstaltung ja von der Stuttgarter Zeitung gesponsort wird, war das mehr als merkwürdig.

Kurz eine Anfrage bei denic.de gestellt und da die böse Überraschung: die Domain stuttgarter-zeitung-lauf.de war plötzlich auf eine Firma registriert, die Ihren Sitz auf den Kaimaninseln (Cayman Islands) hatte. Hurra, dann findet der Stuttgartlauf also in der Karibik statt. Ich war begeistert und schaute schon nach einem Flug für meine Freundin und mich. Da das Portal von Lufthansa mich standhaft nach Kairo und nicht auf die Kaimaninseln schicken wollte, gab ich irgendwann auf und beschloss den Rest des Tages im Freibad zu verbringen, um mir schon einmal eine gewisse Grundbräune für meinen Lauf auf den Kaimaninseln zuzulegen.

Als ich später noch einmal per Handy auf die Seite zugriff, war sie wieder online und ich musste (sehr zu meiner Enttäuschung) feststellen, dass der Lauf nun doch wie geplant in Stuttgart und nicht auf den Kaimaninseln stattfindet. Der Denic-Eintrag lautet nun auf den Württembergischen Leichtathletik-Verband. Schon alleine der Namen klingt nach Schweiß und Training.

Mehr Puls

Liebe Freunde der technischen Innovation,

da ich mich ja derzeit auf den New York Marathon vorbereite… Nein, das ist natürlich Quatsch. Derzeit trainieren meine Freundin und ich für den Stuttgart Lauf. Als überzeugter Technokrat kam ich bald zu der Überzeugung, dass ich einen Pulsmesser brauche. Nicht irgendso ein schnödes Ding das lediglich den Puls messen kann. Nein, es gibt mittlerweile Geräte inklusive GPS-Empfänger, mit denen man auch gleich die zurückgelegte Wegstrecke, Temperatur, Höhe über normal Null und wahrscheinlich auch seine Laktatwerte messen kann. Wenn schon High-Tech, dann High-End.

Meine Freundin nennt einen Pulsmesser ohne derartige technische Innovationen ihr eigen. Da es damit ein Anwendungsproblem gab, beschloss ich kurzerhand das Gerät im Eigenversuch zu testen. Also die taktgebenden Sensoren umgeschnallt, den armbanduhrartigen Empfänger ums Handgelenk gewickelt und gleich die erste Enttäuschung: kein Puls. Oder kein Empfang vom Sensorband, welches gegen meine Rippen drückte. Also noch einmal alles auf Neustart und siehe da: Empfang, und 65 Schläge Ruhepuls. Seltsam nur, dass der gemessene Ruhepuls zwischen 65 und knapp 90 schwankte. Und das, obwohl ich bei meinen Messversuchen mehr oder weniger unbeweglich vor dem Rechner saß und Spiegel Online las.

Dann der Messgau. Später, auf der Toilette sitzend, sprang der Puls auf 125. Ich wusste nicht, dass aufs Klo gehen so anstrengend ist. Bevor ich näher darüber nachdachte, sank mein Puls auf 87 und kurz darauf verlor meine Handapparatur den Kontakt mit Houston Pulse Control.

Nun weiß ich, dass ich auch ohne GPS trainieren kann.

Running wild

Gestern war ich wieder laufen. Stichwort sieben-komma-zwo. Eigentlich war es ganz gut. Die ersten Minuten taten mir allerdings die Waden ziemlich weh. Da muss man wohl durch als Sportler. Während der zweiten Hälfte des Trainings ging es dann besser. Übrigens bin ich immer noch in der schwächsten Gruppe. Mit mir laufen nur Frauen und ab und zu ein paar Kinder. So viel zum Thema Fitness. Aber übertriebener sportlichen Ehrgeiz ist meine Sache nicht. Entspannt durch den Wald traben bringt’s.

Übrigens: den Berlin-Marathon laufe ich nun doch nicht, ich laufe New York!