30.03.2008
Das wichtige Update…
Arghhh,
ja, ich liebe Updates. Zeigt mir eine Software an es gebe ein Update, dann schnell den Button gedrückt, sich über megabytegroße Downloads erfreut und nach der Installation an seltsamen Softwareverhalten verzweifelt. Mein Job als Systemadministrator bringt es mit sich, dass ich Releaswechseln und Updates schon immer mit einer gewissen Neugier gegenüberstand. Diese ist natürlich auch beruflich bedingt, doch sollte man in einem Netzwerk mit 130 Usern natürlich zunächst tunlichst an einem Testsystem ausprobieren, ob nach der Installation eines Windowspatchs oder eines Softwareupdate noch alles so läuft wie vorher. Privat neige ich da eher zur Experementierfreude, von einigen Ausnahmen (z. B. Releasecanditates von MS Windows Service Packs) abgesehen.
So war ich natürlich hellauf begeistert als mir WordPress im Adminbereich mitteilte, es gebe nun endlich das lang ersehnte Update auf die Version 2.5. Dieses also schnell downgeloadet, entpackt und per FTP auf den WebServer. Die Updateanleitung bestand aus drei Punkten, wobei ich den Ersten, in dem es um das Anfertigen eines Backups ging, gleich übersprang. Die gute Nachricht: meine Seite war nach dem Update noch online, und es schienen auch alle Inhalte noch verfügbar zu sein. Die schlechte Nachricht: einige Dinge, wie z. B. das Datum meiner Posts und die Einträge unter den selben, in denen zu lesen ist, ob es Kommentare dazu gibt oder nicht, waren auf Englisch. Ich finde Englisch ist eine schöne und recht einfach zu beherrschende und zu erlernende Sprache. Aber eine Blog teilweise auf Deutsch und teilweise auf Englisch, das weckte dann doch den Pedanten in mir.
Ich erinnerte mich an ein Languagefile, welches man nach der Installation von WordPress noch in das Verzeichnis Language kopieren musste. Die Datei war auch schnell gefunden und upgeloadet. Nun war zumindest die Navigation auf der rechten Seite wieder in deutscher Sprache verfügbar, die Sachen mit dem Datum und den Einträgen unter meinen Posts waren aber weiterhin in Englisch. Googeln, Suchen, Lesen, Dowloaden, mit diversen Sprachfiles experementieren, PHP-Dateien anpassen – nichts half. Seelisch stellte ich mich schon darauf ein, dass meine Seite für mehrere Tage nur bilingual zur Verfügung stehen würde. Die Letzte Rettung war dann das deutsche WordPress-Forum. Nachdem auch hier meine Suche nichts verwertbares zu Tage brachte, registrierte ich mich und schrieb zähneknirschend einen Thread.
Meine Erfahrung mit diversen anderen Foren war bisher die, dass es mitunter ein paar Stunden, manchmal sogar ein paar Tage dauert, bis man einen vernünftigen Lösungsansatz bekommt. Ungeduldige Zeitgenossen wie ich bekommen auch schon mal das übliche Genöle zu hören, dass sei jetzt schon die X-te Frage zu dem Thema und ob man den zu blöd wäre die Suche zu verwenden oder die FAQs zu lesen etc. Ganz anders hier. Nach gefühlten 10 Minuten schrieb jottlieb vom WPD-Team, ich hätte wahrscheinlich bei Upgrade auch das Themeverzeichnis überschrieben und da die Sprach hart in den Themes einprogrammiert sei, würde das jetzt zu besagtem Effekt führen.
Um es kurz zu machen, jottlieb hatte natürlich recht. Nach dem erneuten Upload des Standard-Themes aus der Version 2.33 ins Themesverzeichnis auf dem Webserver, funktionierte alles wieder wie gehabt und ich war um die Erkenntnis reicher, dass ich:
- a.) zukünftig Updateanleitungen besser lesen sollte
- b.) mich bei der Suche nach anderen Thems zunächst auf die konzentrieren sollte, die es auch auf Deutsch gibt
und
- c.) das mit den Updates im Allgemeinen so eine Sache ist
Trotzdem noch einmal ein dickes Danke an jottlieb und an das deutsche WP-Forum. Von dem Support könnte sich so manche Firma eine dicke Scheibe abschneiden!


