¡muchas felicidades España!

Liebe Spanier, liebe spanische Nationalmannschaft,

ohne Umschweife muss ich zugeben: ihr seid ein würdiger Europameister. Ich beglückwünsche euch zu dieser Leistung. Ihr habt es wirklich verdient.  Spiegel Online schreibt, ihr habt nicht mit Kraft, Tempo oder Wucht sondern mit Lust am Spiel und Kunst am Ball das Turnier -und das entscheidende Spiel- gewonnen. Besser meine ich, kann man euer Spiel nicht beschreiben. Wie ihr mit drei, vier Kurzpässen jede Abwehr schwindelig gespielt habt, das verdient Respekt. Eure Ballfertigkeit und euer Kombinationsspiel. Selbst für einen Laien wie mich ist das schön anzusehen. Kein bleiernes Gemauere à la Griechenland. Kein zähes Durchmogeln und Zermürben wie bei den Italienern.

Ich gebe zu, ich habe nicht viel Ahnung von Fußball. Schön anzuschauen war’s trotzdem und euer Sieg hochverdient. Und als kleiner Nebeneffekt hatte ich eine ruhige Nacht.

In diesem Sinne

¡hasta la vista España! Ich freue mich auf 2010.

Ein “Sch….e” geht durchs Land

Freunde der Bildstörung,
wer saß gestern nicht vor dem Fernseher, um völlig verunsicherte Spieler der deutschen Nationalmannschaft gegen die Türken spielen zu sehen? Nough respect Türkiye! Ihr hättet den Sieg eigentlich verdient gehabt. Aber es ist wie es immer bei einem Länderspiel, zwei Mannschaften spielen gegeneinander und Deutschland gewinnt. Zu dieser Erkenntnis ist irgendwann ein, wahrscheinlich ziemlich frustrierter, Trainer der englischen Nationalmannschaft gekommen. Trotzdem war es natürlich äußerst spannend, wozu unmittelbar auch das EM-Fernsehzentrum IBC beitrug.

Kurz nach 22:00 Uhr: plötzlich war nur noch ein grauer Bildschirm zu sehen. Oben links der eingeblendete Spielstand und die Uhr. Meine Freundin schon auf dem Weg zur DVB-T Antenne folgerte ich messerscharf, dass diesmal nicht schlechter DVB-T Empfang die Ursache für den Bildausfall war. Zeitgleich war durch die geöffnete Balkontüre ein Kanon aus “Neiiiiin!”, “Was ist jetzt” und ein mehrfach verstärktes und gedoppeltes “Scheiiiiße” zu hören. Untermalt wurde dieser Kanon durch diverse fremdländische Flüche und Beschimpfungen. Ein Ereignis was in der Form sicher einmalig ist, zumal die Bildstörung ja alle Übertragenden Fernsehanstalten betraf. Selbst Zatoo zeigte auf meinem hektisch angeworfenen Notebook das gleiche Signal wie mein Fernseher.

Béla Réthy

6 Minuten später lief die Übertragung zwar wieder, einige Zeit später brach sie aber erneut zusammen. Das akustische Schauspiel wiederholte sich noch einmal, diesmal mit etwas größerer Intensität. Jede Sonnenfinsternis oder sonstige “einmaligen” Ereignisse, können gegen die verbale Untermahlung, beim Ausfall des Bildes während der Übertragung eines Länderspiels, nicht mithalten. Danke UEFA, danke IBC. Ihr habt das Spiel noch viel spannender gemacht als es sowieso schon war. Als der Reporter Béla Réthy später erklärte, es handele sich um einen Stromausfall im Sendezentrum in Wien, spannen meine Freundin und ich zunächst wüste Verschwörungstheorien. Meine Theorie gefiel mir am besten: die Notstromaggregate des Fernsehzentrums sprangen zwar an, der erzeugte Strom allerdings wurde für den weiteren Betrieb des Riesenrads am Prater benötigt. Dort befand sich in einer Kabine, die in dem Moment ganz oben war, zwei vom Heurigen berauschte Gestalten, die dringend gerettet werden mussten.

Die Ursache war übrigens viel profaner. Durch ein sich über Wien entladendes Unwetter, kam es zu so genannten Mikroausfällen im Stromnetz. Das Fernsehzentrum der UEFA war dagegen offenbar so gut gesichert, dass durch diesen Stromausfall im millisekundenbereich sämtliche Systeme neu booten mussten. Sehr professionell…

Die Hitzeschlacht im Neckartal

Hurra, ich habe es geschafft. Nachdem ich vor ziemlich genau 10 Wochen (ich muss es einfach immer wieder erwähnen) angefangen habe zu Laufen, habe ich als Krönung des ganzen auch den Stuttgarter Zeitung-Lauf, auf den hin wir ja trainierte haben, am Sonntag gut überstanden. Und das bei fast subtropischen Temperaturen. Hier nund die Chronolgie der Ereignisse:

Nach einer wirklich guten Nacht und einem leichten Frühstück, machte ich mich um kurz nach halb zehn auf den Weg in Richtung Hans-Martin-Schleyerhalle. Meine Freundin hatte mir eine Verbindung mit der Stadt- und anschließend mit der S-Bahn herausgesucht und so war ich pünktlich um 20 Minuten nach 10 Uhr an der Kleideraufbewahrung im P1 gegenüber des Gottlieb-Daimler-Stadions. Alles war super organisiert und ich meines Rucksacks bei der Kleideraufbewahrung schnell entledigt. Problematische war das Auffinden meiner Gruppe. Irgendwie hatte ich im Kopf, dass wir uns um 10:30 Uhr vor dem Infostand vor der Schleyer Halle treffen sollten. Das Problem an der Sache: es gab vor der Halle keinen Infostand. Nach einigen Minuten entdeckte ich aber zwei Mitläuferinnen aus meiner Gruppe die mich dann in die Halle schickten. Dort traf ich dann auch endlich Gudrun und Harald, unsere beiden Betreuer.

Es wurde immer heißer und heißer und ein weiterer Betreuer vom TF Feuerbach sagt uns, der Start würde sich um ca. eine halbe Stunde verzögern. Also drückten wir uns noch ein wenig in der recht stickigen Halle herum und gingen um 20 Minuten vor 12:00 Uhr in den Startbereich. Irgendwie war es nicht mein Tag. In meinem Magen rumorte es und ich fühlte mich einfach nicht fit. Lag es an der Aufregung? Oder doch eher an der Tatsache, dass ich die zwei Wochen vor dem Lauf nicht mit der Gruppe trainieren konnte? Das war jetzt egal, ich wollte den Lauf unbedingt hinter mich bringen. Es war ja schließlich der Abschluss und das Ziel des zehnwöchigen Vorbereitungskurses.

Um kurz nach 12:00 Uhr dann der Start. Ich lief mit Gundrun, unserer Betreuerin, Eva und Dana. Wir vereinbarten, es erst einmal langsam angehen zu lassen. Sollte mir das Tempo später zu langsam werden, dann sollte ich einfach meine eigene Geschwindigkeit laufen und mich von der Gruppe lösen. Es war brüllend heiß und schon nach dem ersten Kilometer überholten wir die ersten langsameren und gehenden Läufer – schlecht für den Rythmus. Die ersten 2 Kilometer ging es in der prallen Sonne über die Mercedes- und die Benzstraße Richtung Untertürkheim. Es gab so gut wie keinen Schatten auf diesem Teil der Strecke. Vereinzelt, ganz links, spendete der Bahndamm etwas Schutz vor der Sonne. Das nutzten aber so viele Läufer aus, dass wir uns nicht auch noch dazu gesellen wollten.

Nach etwas mehr als 2 km dann die scharfe Kehre in die Augsburger Straße und der Weg zurück Richtung Bad Cannstatt. Noch fühlte ich mich gut, das Laufen wurde aber immer schwieriger, da immer mehr meiner Laufleidensgenossen vom Laufen zum Walken übergingen und sich die Straße zusehends in ein Meer aus leeren Plastikbechern und Schwämmen verwandelte. Die Abzweigung nach Luginsland rechts liegen gelassen ging es zur ersten Verpflegungsstelle. Ich konzentrierte mich auf das Laufen, Ausweichen und darauf nun doch wenigstens ein klein wenig Schatten zu erhaschen. Ich hatte mir kein direktes Ziel für die 8 km gesetzt. Alles unter einer Stunde wäre super. Ich wollte nur ankommen, egal wie.

Kurz vor der ersten Verpflegungsstelle sagte dann Gudrun, ich solle alleine weiterlaufen. Eva und Dana ging es in dem Moment nicht so gut und am Straßenrand wurden vom Roten Kreuz die ersten Hitzeopfer behandelt. Bei der Wasserausgabe nahm ich mir einen Becher Wasser. Gar nicht so einfach im Laufen auf einem Becher zu trinken. Ich trank die Hälfte, die andere Hälfte schüttete ich mir über den Kopf und über einen Schwamm den die Organisatoren vorher ausgegeben hatten. So langsam kam ich an meine Grenzen. Es war nicht die Kondition, es war einfach die Hitze die mir mehr und mehr zusetzte.

Dann kam der ersten leichte Anstieg richtung Deckerstraße. In den Moment wünschte ich mir den Wald in dem wir trainiert hatten. Auch bei über 30°C war es dort angenehm kühl und vor allem schattig. Eine Fee solle doch bitte vorbeikommen. Es reicht wenn sie mir nur einen Wunsch erfüllt: Schatten! Glücklicherweise wird besagte Deckerstraße im Cannstatter Teil von Bäumen gesäumt. Endlich der ersehnte Schatten. Leider wurde das Laufen immer schwieriger. Da immer mehr Krankenwagen unterwegs waren, sperrten Helfer auf Höhe des Kilometers 5 die Straße, damit die Sanitäter schneller zu den Hitzeopfern kamen. Alle Läufer wurden auf den Bürgersteig geleitet. Rythmus und Laufen ade. Nun meldete sich auch mein Kreislauf. Ich wusste, würde ich weiterlaufen, so wäre ich auch ein Fall für den Sanka. Außerdem machte sich langsam eine leichte Übelkeit bei mir breit.

Von km 5 bis km 6 schlug ich also ein schnelles Gehtempo ein. Vielleicht hatten sich ja Dana und Eva wieder so weit erholt, dass sie mich einholten. Mit ihnen würde ich dann bis zum Schluss laufen. Es ging durch Bad Cannstatt. Dort saßen die Anwohner und feuerten uns an. Einige reichten Getränke und spritzten die Läufer mit Gartenschläuchen ab. Ich bat einen der Anwohner mich von oben bis unten nass zu spritzen. Das tat er auch mit Vergnügen und merkte mit einer gewissen Freude noch an, nun könne er endlich mal ohne schlechtes Gewissen andere Leute nassmachen. Wenn er gewusst hätte wie gut die kurze Dusche getan hat! Joachim überholte mich kurz vor der zweiten Verpflegungsstelle in der Alten Untertürkheimer Straße. Er fragte ob alles in Ordnung sei und bot mir einen Drink aus seinem Wassergürtel an. Ich nahm einen Schluck und sagte ihm alles sei OK. So gestärkt konnte es nur noch aufwärts gehen.

Dann die zweite Verpflegungsstelle. Zwei Becher Wasser (einer zum Trinken und einer über den Kopf) und den Schwamm noch einmal gründlich nass gemacht. Es standen nun immer mehr Zuschauer an der Strecke die uns anfeuerten. Ganze Musikkapellen gaben ihr bestes um auch noch den letzten Läufer ins Ziel zu blasen. Leider handelte es sich teilweise um sogenannte “Guggenmusik”. Das bedarf für Nichtschwaben sicher näher Erläuterung ist aber im Ergebnis so schrecklich, dass ich kurz nach km 6 wieder in einen leichten Trab verfiel. Kurz zuvor hatte ich eine nette Begegnung mit einem Läufer der in einem komplett weißen Dress lief. Er hatte genau so zu kämpfen wie ich, war aber noch am Laufen und nicht am Gehen. Wir wechselten ein paar Wort (Solidarität unter Hitzegeschädigten) und wünschten uns beide gegenseitig, dass wir gut ins Ziel kommen. Auf Höhe des Mercedes-Benz-Museums (mittlerweile wieder fast in meinem gewohnten Lauftempo) holte ich ihn dann wieder ein.

Wir grinsten uns an, wechselten noch ein paar Worte und liefen getrennt weiter. Nun waren schon alle 100 Meter kleine gelbe Schilder zu sehen, die die verbleibende Distanz bis zum Zieleinlauf zeigten. Noch einen Kilometer noch einmal alles geben. Kurz vor dem Einlauf ins Daimler Stadion standen meine Freundin und mein Vater, der extra aus Kempten angereist war um mich anzufeuern, am Streckenrand. Es hätte keine größere Motivation geben könnten. Ich rannte zu den beiden hin, klatschte sie ab und setzte zum Schlussspurt an. Ab durchs Marathon-Tor (sehr enttäuschend, nur eine kahle Betonröhre die unter den Sitzreihen ins Stadion führt) auf die Tartanbahn und nach einer viertel Runde dann der Zieleinlauf.

Geschafft! Hurra! Die Hitze hatte mich nicht besiegt! Direkt hinterm Zieleinlauf standen ein paar Jungs mit einem Wasserschlauch in der Hand. Auch hier noch einmal eine kurze Dusche, anschließend die Medallie abgeholt und einmal quer über den Rasen getrottet den sonst nur die Kicker des VfB und die jeweils gegnerische Mannschaft betreten dürfen. Langsam ging ich aus dem Stadion und genoß den Augenblick. Als ich endlich aus dem Stadion raus war suchte ich meine Freundin und meinen Vater. Die hatten sich aber offensichtlich schon auf den Weg nach Hause gemacht. Also holte ich meinen Rucksack, gab meinen Chip zur Zeitmessung ab und fuhr ebenfalls nach Hause.

Als ich am nächsten Tag im Internet nach meiner Zeit und meiner Platzierung schaute stelle ich fest, dass meine beiden Mitläuferinnen Dana und Eva nicht in die Wertung gekommen sind. Wahrscheinlich sind sie ausgestiegen. Ich hoffe aber trotzdem, dass es ihnen gut geht und dass beide die Hitzeschlacht gut überstanden haben. Heute um 18:00 Uhr ist wieder Lauftreff, da werde ich es sicher erfahren.

In diesem Sinne: bis zum nächsten Jahr beim Stuttgart Lauf. Dann hoffentlich bei angenehmeren Bedingungen.

Ganz zum Schluss noch ein kleines Bormot: während des Laufs riefen wild fremde Leute die mich anfeuerten meine Namen. Zunächst dachte ich an die Hitze oder an einen Namensvetter vor oder hinter mir. Als ich nach dem Zieleinlauf, bei der Kleideraufbewahrung, meine Startnummer vom Trikot löste, wusste ich auch warum: unter der Startnummer stand mein Vorname. Es war also nicht die Hitze.

Ein (Feuer)Fuchs tut, was ein (Feuer)Fuchs tun muss

Hallali! Da war noch was. Zur Untätigkeit wegen Tiefenregeneration gezwungen, suchte ich nach Beschäftigung an diesem fußballlosen Tag. Firefox 3 war seit ein paar Tagen erhältich und da ich für Updateexperimente immer zu haben bin, also schnell auf Mozilla.com und den neuesten Feuerfuchs runtergeladen.

Feuerfuchs!

Nach der Installation, wie könnte es anders sein, dann erst einmal das übliche Generve, dass meine diversen Extensions und Themes nicht kompatibel mit dem Fuch seien. Für einige gab’s ein Update, z. B. für das wirklich äußerst praktische Tab Mix Plus. Für mein geliebtes Theme iFox Smooth gibt es aber noch keine Version für den Ff3. Sehr ärgerlich. Ansonsten war ich von den neuen Features eher enttäuscht. Ich werde mich mal durch die Update-Info auf mozilla.com kämpfen. Vielleicht weiß ich dann, warum ich unbedingt upgraden musste (von diversen Sicherheitsaspekten mal abgesehen).

Keep it updated!

Mission Accomplished

Freunde des Hitzeschlags,

gestern war es nun so weit: nach 10 Wochen regelmäßigen Trainings, stand als Abschluss und Höhepunkt nun der SV Lauf, im Rahmen des diesjährigen Stuttgarter Zeitung-Lauf, an. Ich werde in den nächsten Tagen noch einen ausführlichen Bericht über meine Teilnahme schreiben. Da ich mich gerade in der ersten Phase der Tiefenregeneration befinde, will ich es heute nicht so lange und ausführlich wie sonst machen. Hier die wichtigsten Fakten:

  • Temperatur am Start: 33°C
  • Temperatur auf der Strecke: ca. 40°C (gefühlte Temperatur durch die Wärmeabstrahlung des Asphalts)
  • Gemeldete Läufer für den SV-Lauf: 4.355
  • Davon in der Wertung: 3.664
  • Zeit des Gewinners bei den Männern: 00:26:58
  • Gewinnerzeit bei den Frauen: 00:29:44
  • Abgeschleppte Autos an der Strecke: 165

Und jetzt das Wichtigste, meine Zeit und meine Platzierung:

  • meine Zeit: 01:08:39
  • Platz: 2074

Um es kurz zu machen. Hätte mir vor 10 Wochen jemand gesagt, ich würde bei 33 Grad im Schatten durch Untertürkheim laufen, ich hätte ihn sofort für verrückt erklärt. Ich verspüre ein klein wenig Stolz das Training und vor allem den Lauf, durchgehalten zu haben. Wäre es nicht so heiß gewesen, ich wäre sicher unter einer Stunde gelaufen. Aber das ist egal. Ich habe das nach dem olympischen Motto gemacht: “Dabei sein ist alles”.

In diesem Sinne: mission accomplished!

Name and Number!

In zwei Wochen ist es so weit: ich werde am SV-Lauf im Rahmen des Stuttgarter Zeitung-Lauf teilnehmen. Letzte Woche bekam ich Post von den Veranstaltern. Nun weiß ich meine Startnummer. Sie lautet S2844. Alle die mir zujubeln wollen: bitte haltet Ausschau nach dieser Nummer. Getränke, nasse Schwämme und Tipps zur Tiefenregeneration nach meinem Lauf nehme ich gerne entgegen.

Dann noch ein kurzes Update meines derzeitigen Trainingslevels. Ich bin am letzten Dienstag erstmalig 8 km am Stück gelaufen. Und das in knapp einer Stunde! Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell Fortschritte mache. An der Stelle auch noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Betreuer und Trainer des TF Feuerbach. Die kümmern sich wirklich aufopferungsvoll um uns.

Gestern nun gab es nun einen leichten Rückschlag. Wir sollten wieder eine Stunde am Stück laufen. Da ich ja am Dienstag zuvor die 8 km mit Bravour gemeistert hatte, machte ich mir keine all zu große Gedanken. Während des Laufens begannen allerdings mein rechtes Knie und die Bänder über dem rechten Sprunggelenk zu schmerzen. Allerdings nur bei Belastung. Jetzt hoffe ich mal, dass diese Schmerzen einfach nur Nachwirkungen meines dienstäglichen Laufeinsatzes sind. Der Körper muss sich halt erst an die Belastung gewöhnen. Bis zum 22. 06. bin ich aber wieder fit. Ich will ja auch noch New York laufen…

The root of all pain

Technik die entgeistert

Freunde des Kabelsalats,

im Zuge des Wechsels meines Internettarifs auf DSL 16.000, entschied ich mich auch gleich für das IP-TV Paket von Arcor. Ich hatte die Nase voll von DVB-T, ständigen Bildaussetzern, Klötzchen und Artefakte auf dem Schirm und dem eingespeisten Programmbouquet. Glücklicherweise war der Empfang während der ersten Spiele der Fußball EM fast einwandfrei – da bei schlechtem Wetter die DVB-T Empfangsqualität aber merklich nachlässt, bestand akuter Handlungsbedarf. Zumindest das Endspiel wollte ich nicht damit verbringen, durch ständiges Umstellen meiner Zimmerantenne den Empfang so zu optimieren, dass ein Unterschied zwischen den groben Klötzchen auf dem Bildschirm und dem Ball zu sehen ist.

Ein Anruf beim Provider meines Vertrauens, den Tarif gewechselt, die Settopbox bestellt und seitdem in der Warteschleife. Da IP-TV ja einen Internetanschluss nahe des Fernsehers voraussetzt, ich aber kein Kabel quer durch zwei Zimmer legen wollte, kam als einzige Vernetzungsmöglichkeit der Einsatz zweier Powerline-Adapter in Frage. Ich bestellte also zwei Allnet ALL168205 HomePlug AV Adapter und freute mich über theoretische 200 MBit übers Stromnetz. Leider hatte ich die Rechnung ohne meinen Elektriker gemacht. Der erste Versuch mein Notebook via Steckdose zu verkabeln scheiterte kläglich. Zwar bekam mein mobiles Zweitgerät nach dem Verbinden mit dem Adapter im Wohnzimmer noch eine IP-Adresse zugewiesen. Das war’s aber auch schon. Ein Ping auf den Router brachte 100% Verlust – Ping Pong und tot.

Als erfahrener ITler begab ich mich nun analytisch auf Fehlersuche. Andere Steckdose im Wohnzimmer (dort wo der zweite Adapter dann später sowieso sein Dasein fristen sollte): gleiches Spiel. Hier bekam mein Notebook nicht mal mehr eine IP-Adresse zugewiesen. Steckdose im Büro, dort wo auch der Router Stand: Funktion und 147 MBit Übertragungsrate. Alles ziemlich seltsam. Ich hatte da einen Verdacht und Onkel Google bestätigten diesen: Die Powerline Adapter funktionieren nur wenn Sie innerhalb eines Strommnetzes in der gleichen Phase eingesetzt werden. Um das Stromnetz zu entlasten, werden die einzelnen Räume oder Steckdosen einer Wohnung oder eines Hauses über mehrere Phasen versorgt (L1, L2, L3). Versucht man nun zwei Powerline Adapter über zwei Phasen hinweg anzusprechen, so funktioniert dies nur im Ausnahmefall.

Die Lösung: PCL Phasenkoppelung! Dazu benötigt man einen Powerline Phasenkoppler der, im Sicherungskasten eingebaut, dafür sorgt, dass Hochfrequente Signale zwischen den Phasen ausgetauscht werden können. Der Einbau ist übrigen nur vom Fachmann durchzuführen. Wer nähere Infos dazu sucht, der wird übrigens hier im Workshop Phasenkoppelung fündig.

Nun war ich einigermaßen konsterniert. Doch da kam mir einer Idee. Als unsere Wohnung vor ein paar Jahren von Grund auf renoviert wurde, wurden nachträglich Steckdosen im Wohnzimmer installiert. Es gab aber auch schon zwei vorhandene Dosen. Mit etwas Glück sollte hier also der Adapter funktionieren. Ein Test mit meinem Lenovo und tatsächlich: an zwei Steckdosen funktioniert der Allnet Adapter. Zwar sind nur ca. 40 MBit/s Übetragungsgeschwindigkeit drin, das sollte aber für IP-TV ausreichen. Hurra! Jetzt musste ich nur noch ein 10m Patchkabel besorgen, hinterm Sofa verlegen und dem IP-TV Genuss steht nichts mehr im Wege. Allerdings liegt dann, mehr oder weniger sichtbar, noch ein Kabel im Wohnzimmer herum. Vielleicht investiere ich doch die 50 € in einen Phasenentkoppeler und nocheinmal genauso viel in einen Elektrikereinsatz.