Freitag, 28.05.2010, 17:00 Uhr – Out of Office
Die ganze Woche war eine einzige Katastrophe: Ausfall einer Klimaanlage im Rechenzentrum, ein halbstündiger Stromausfall und am Freitag dann noch ein Virusoutbreak. Glücklicherweise verlief alles ohne nennenswerte Schäden. Aber halt, es gab doch Opfer: meine Nerven. Als kleine Entschädigung fuhr ich in die Stadt um mein vorbestelltes iPad abzuholen. Ich hatte die Version mit 32 GB und UMTS beim Applehändler meines Vertrauens geordert. Und obwohl ich keine E-Mail bekommen hatte, und auch alle Versuche scheiterten telefonisch nachzufragen, fuhr ich in die City um mein neues Spielzeug abzuholen.
Freitag, 28.05.2010, 17:30 Uhr – Out of Sight
Beim Shop angekommen dann die Enttäuschung: mein bestelltes iPad war bei der ersten Lieferung nicht mit dabei. Wann die nächste Lieferung kommt sei unklar, genauso, ob dann mein Gerät mit dabei sei, erklärte mir der Verkäufer. Sein Tonfall schwang dabei zwischen Erschöpfung und Gereiztheit. Es sei auch kein anderes Gerät mit UMTS derzeit auf Lager.
Freitag, 28.05.2010, 17:35 Uhr – Odyssey
Saturn: Fehlanzeige. Zweiter Apple Shop am anderen Ende der Fußgängerzone: nur ein gequältes Grinsen des Verkäufers. Letzte Hoffnung Ichbindochnichtblödmarkt der, strategisch geschickt, auf dem Weg nach Hause liegt.
Freitag, 28.05.2010, 18:15 Uhr – Last Exit
Der Verkäufer im dortigen Apple Shop war erstaunlicherweise ziemlich entspannt. Es gebe noch ein Modell mit UMTS, allerdings nur die Version mit 64 GB. 799 €, das war mir dann aber doch viel zu teuer. Sein Tipp: bei Abschluss eines Vertrages für eine Datenflatrate, bekomme man eine Art Subvention bis zu 500 €. Dazu müsse man aber die Mobilfunkabteilung konsultieren und zunächst einen Vertrag abschließen. OK, das war eine Option, das 64 GB-Modell damit erschwinglich und einen Datentarif wollte ich sowieso.
Nach langem Anstehen und dem Versuch, sich schnell einen Überblick über die diversen iPad-Tarifmodelle zu verschaffen, stand ich dann endlich kurz vor dem Vertragsabschluss. Ob ich mir denn im Apple Shop schon ein Gerät reserviert hatte, fragte mich die Verkäuferin. NEIN!!! Das hatte ich natürlich nicht.
Freitag, 28.05.2010, 19:05 Uhr – Apokalypse Now!
Zurück im Appleshop erklärte mir der Shop Assistant dann: Sorry, aber das letzte Gerät sei nun leider auch verkauft. Bevor ich meinen Kopf mit voller Wucht auf ein vor mir stehendes MacBook Air knallen konnte, bot mir ein zufällig anwesender zweiter Verkäufer an, er würde noch einmal im Lager nachsehen. Nach endlos langen 10 Minuten kam er mit einem weißen Karton zurück. Das iPad habe ein Kunde reserviert, der es nun nicht mehr wolle.
Freitag, 28.05.2010, 19:50 Uhr – Hideaway
Endlich im heimischen Refugium. Schnell einen Happen gegessen und der Freundin einen Bericht der Ereignisse in Kurzform abgegeben.
Freitag, 28.05.2010, 21:00 Uhr – Getting Started
Alles Applelike: das iPad per USB mit meinen iMac verbinden. Zweimal in iTunes auf OK klicken, den WLAN-Key eingeben und los geht’s. Mein Körper verlangte nach dem Stress der vergangenen Tage nach meinem Sofa. Dort dann noch schnell ein paar Apps installiert, eine kostenlose Ausgabe des Spiegel downgeloadet, die Titelgeschichte über die Fab Four gelesen und anschließend sanft entschlummert.